Schokolade macht glücklich! [Artikelserie]

Wir wollen endlich wissen, was uns alles glücklich macht. Im Rahmen dieser Artikelserie schreiben wir deshalb über Dinge, die uns Zufriedenheit und Glück schenken. Wir recherchieren woran das liegt, wälzen Bücher und das Internet. Und um ganz sicher zu gehen, werfen wir ab und an auch einen Blick in wissenschaftliche Aufsätze und Studien. Deshalb lehnt euch jetzt zurück und lasst euch überraschen.

Schokolade macht glücklich!

Schokoladenliebhaber schwören darauf: Schokolade macht glücklich! Doch woran liegt das eigentlich? Im Internet finden sich zahlreiche Theorien, die dieses Phänomen zu erklären versuchen. Da heißt es: Inhaltsstoffe wie Phenethylamin oder Theobromin könnten die Lösung sein. Sie sind in handelsüblicher Schokolade enthalten und gelten weithin als Glücklichmacher. Doch weit gefehlt, weiß die Wissenschaft, die Inhaltsstoffe sind es nicht. Schokolade macht glücklich, ja, aber nicht wegen des Inhalts sondern nur wegen der Außenwirkung.

Schokolade macht glücklich, aber nicht wegen der Inhaltsstoffe

Phenethylamin ist ein Hormon, das auch frisch Verliebte im Blut haben. Es wird mit dem Entstehen von Lust- und Glücksempfindungen in Verbindung gebracht, weiß unter anderem die Wikipedia. Doch Schokolade enthält zu wenig von dem wundersamen Glücklichmacher. Wenn der Stoff über die Nahrung in den Körper gelangt wird er sofort wieder abgebaut. Weil die Dosis zu gering ist, verpufft der Effekt. Phenethylamin ist also nicht der Grund, warum sich alle so sicher sind: Schokolade macht glücklich!

Auch Stoffe wie Anandanid, Theobromin und Serotonin werden immer wieder mit dem Glückseffekt von Schokolade in Verbindung gebracht. Sie sind in kleinen Mengen in jedem Schokoladenstück enthalten, doch die Dosis ist entscheidend und die ist zu gering. In Schokolade ist zu wenig Anandanid, Theobromin und Serotonin enthalten, als dass uns diese Inhaltsstoffe wirklich glücklich machen könnten. Scholade macht glücklich, keine Frage, aber nicht aufgrund der Inhaltsstoffe.

Schokolade macht glücklich, weil sie so besonders ist

Warum uns Schokolade glücklich macht, ist im Prinzip ganz einfach: Es ist zum einen der Geschmack und zum anderen der Kontext. Wer den Geschmack von Schokolade mag, der empfindet beim Essen eine gewisse Zufriedenheit. So wie ein frischer Braten beim ersten Bissen ein Gefühl des Glücks erzeugen kann, funktioniert das auch bei Schokolade. Ein weiterer und sehr wichtiger Punkt ist der Kontext, in dem wir Schokolade essen. In der Regel ist ein Schokoladenstück ein Zeichen der Belohnung oder des Trostes. Mit Schokolade verbinden wir deshalb etwas Besonderes. Sie hat für uns eine emotionale Bedeutung.

Diese hohe emotionale Bedeutung von Schokolade führt beim Essen dazu, dass bestimmte Areale des Gehirns aktiviert werden. Das Belohnungssystem schüttet den Botenstoff Dopamin aus, wodurch ein Glücksgefühl entsteht. Schokolade macht uns also glücklich, weil sie ein positives Gefühl erzeugt. Das Gefühl etwas geschafft zu haben. Das wird niemand nachvollziehen können, dem Schokoloade nicht schmeckt, doch für den Rest gilt zweifelsohne: Schokolade macht glücklich!

Wie steht ihr dazu: Macht euch Schokolade glücklich? Schreibt uns doch eure Meinung in die Kommentare.

Interessante Artikel über Glück:

  • Sport macht glücklich [Artikelserie]
  • Schokolade macht glücklich! [Artikelserie]
  • Die 10 schönsten Glückszitate
  • 15 Sprichwörter über Glück und Freude
  • Dokumentation: “Wie Menschen das Glück suchen”
  • Glücksstudien: Was uns die Glücksforschung weismachen will
  • Foto: Francesco Bartaloni, cc

    Glücksstudien: Was uns die Glücksforschung weismachen will

    Nie zuvor wurde so oft nach unserem Glück gefragt. Es scheint, als boome die Glücksforschung. Wie glücklich sind wir hier in Deutschland? Und warum eigentlich? Ist es das Geld, die Familie oder das Umfeld? Im Rahmen umfangreicher Glücksstudien versuchen zahlreiche Organisationen auf diese und ähnliche Fragen eine fundierte Antwort zu finden. So wurden auch in diesem Jahr 150.000 Menschen für den Gallup World Poll nach ihrer Zufriedenheit befragt. Zum ersten Mal publizierte die UNO mit dem Weltglücksbericht ihre eigene Glücksstudie. Sogar die Deutsche Post mischt mit. Dessen Glücksatlas untersuchte in diesem Jahr zum zweiten Mal das Glück und die Zufriedenheit der Deutschen.

    Glücksstudien: Was uns angeblich glücklich macht

    Die Ergebnisse der Glücksstudien bleiben weitgehend gleich. Reichtum mache eine Gesellschaft nicht glücklich, heißt es da. Wirtschaftswachstum sei nur dann wichtig, wenn das Land und dessen Menschen arm sind. Ab einem gewissen Grad des Reichtums droht ob des Überflusses sogar Unglück, lassen uns die Glücksforscher wissen. Konsum macht demnach nur glücklich, wenn die soziale Ungleichheit gering ist. Sobald der Vergleich untereinander große Unterschiede offenbart, macht das Shopping offenbar nur halb so viel Spaß.

    Die Ehe stimmt uns zufriedener, sagt die Glücksforschung. Doch nicht immer gilt was Glücksstudien feststellen.

    Auch für die Zufriedenheit des Einzelnen hat die Glücksforschung ein Rezept parat. Durch die Bank weg stellten die Glücksstudien fest, wie wichtig uns Menschen eine feste Arbeitsstelle ist. Die Bezahlung sei hingegen nur zweitrangig, sagen die Glücksforscher. Wer eine Arbeit hat ist zufrieden, unabhängig vom Gehalt. Auch die Ehe und Religionen machen Menschen glücklicher, heißt es zum Beispiel im Weltglücksbericht der UNO. Wichtig sei darüber hinaus die geistige und körperliche Gesundheit sowie Nächstenliebe. Wer anderen hilft ist glücklicher, wusste schließlich schon Albert Schweitzer laut seinem wunderschönen Glückszitat.

    Warum wir nicht (nur) auf die Glücksforschung hören sollten

    So sehr sich Glücksstudien auch bemühen, die Gründe für unser Wohlbefinden auszumachen, so sehr unterscheiden sich auch unsere Vorlieben. Für den einen zählt das Geld und für den anderen die Freiheit. Manch einer gibt gerne und teilt, manch anderer lieber nicht. Ganz anders als die Glücksforschung uns glauben lassen will, ist unser ganz persönliches Glück hochgradig subjektiv. Auf die Erkenntnisse der Glückforscher müssen wir deshalb nur begrenzt Acht geben, solange wir selbst wissen was uns wirklich am Herzen liegt.

    Wie unterschiedlich Menschen zu ihrem ganz persönlichen Glück finden, zeigt nicht zuletzt auch diese 30-minütige Dokumentation, die sich schon seit einiger Zeit über die ARD-Mediathek ansehen lässt. Sie endet nicht ganz ohne Grund mit den Worten: „Glück ist also doch etwas, das jeder selbst in die Hand nehmen kann.“ Eine Aussage und Feststellung, die uns glücklich stimmen sollte. Nehmen wir unser Glück doch einfach selbst in die Hand, anstatt auf Glücksforscher und -Studien zu hören.

    Interessante Artikel über Glück:

  • Die 10 schönsten Glückszitate
  • 15 Sprichwörter über Glück und Freude
  • Dokumentation: “Wie Menschen das Glück suchen”
  • Glücksstudien: Was uns die Glücksforschung weismachen will
  • Schokolade macht glücklich! [Artikelserie]
  • Foto: wtl photography (cc)