Was ist Glück?

Eine Frage die ebenso abstrus wie wichtig ist, wollen wir in diesem Artikel beantworten: Was ist Glück? In einer Übersicht behandeln wir das Thema aus verschiedenen Perspektiven und erklären, was sowohl wir als auch andere darunter verstehen.

Was ist Glück?

Im deutschen Sprachraum hat das Wort „Glück” zwei Bedeutungen. Zum einen das Zufallsglück des Lottogewinners und zum anderen das Wohlfühlglück eines rundum zufriedenen Menschen. Mit anderen Worten: Wir unterscheiden zwischen „Glück haben” und „Glück empfinden”. In unserem Blog behandeln wir fast ausschließlich den zweiten Fall, also das Wohlfühlglück. Ein oftmals subjektiver Zustand des Wohlbefindens. In vielen anderen Sprachen gibt es für beide Bedeutungen des Wortes „Glück” verschiedene Begriffe. Im Englischen ist beispielsweise von „Luck” (Zufallsglück) und „Happiness” (Wohlfühlglück) die Rede.

Symbolbild: Ein gepresstes Kleeblatt.

Was ist Glück?

Der oben skizzierte Begriff des „Wohlfühlglücks” lässt sich weiter aufschlüsseln: Da wäre zum einen das kurzweilige Glück, etwa bei gutem Essen, Sex oder Erfolg und zum anderen das langwierige Glück, das eine allgemeine und länger anhaltende Zufriedenheit beschreibt. Erstgenanntes Glück lässt sich einfacher erarbeiten, ist aber deutlich schneller wieder vergangen. Das oft zitierte „Streben nach Glück” betrifft hingegen das letztgenannte, langwierige Glück. Ein Zustand von Dauer, dem gemäß verschiedener Philosophen alle Menschen nachstreben.

Glück in Psychologie, Philosophie und Volkswirtschaft

In der Psychologie dominierte seit jeher die Erforschung des Unglücks. Im Mittelpunkt standen Begriffe wie „Depressivität”, „Angst” und „Ärger”. Erst innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich dieses Bild durch die Einführung der „Positiven Psychologie” geändert. Sie behandelt neben Glück unter anderem auch Optimismus, Geborgenheit und Vertrauen.

In der Philosophie besetzt das Thema Glück seit Jahrhunderten eine zentrale Stellung. Die Definition des Glücksbegriffs unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen philosophischen Strömungen. Aristoteles interpretierte Glück als Tugend und Tüchtigkeit. Laut Martin Luther ist Glück die Gnade Gottes. David Hume schreibt: „Glück ist, was allen nützt.”

In der Volkswirtschaft ist „Glück” nur ein Nebenschauplatz. Einzelne Wissenschaftler widmeten sich dem Thema allerdings in aller Ausführlichkeit. Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten, verfasste beispielsweise das Buch „Die Tretmühlen des Glücks”. Darin untersucht er, warum wir trotz eines steigenden Wirtschaftswachstum nicht glücklicher werden.

Eurer Feedback: Was ist Glück?

Unabhängig von wissenschaftlichen Untersuchen ist Glück ein stark subjektives Gefühl der Zufriedenheit. In gewissem Rahmen muss deshalb jeder selbst entscheiden, was sein persönliches Glück bestimmt. Habt ihr euch schon entschieden? Was macht euch glücklich? Wir freuen uns auf eure Antworten in den Kommentaren.

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    Die 10 Gebote des Glücks

    Symbolbild: Das Glück liegt auf der Straße.

    Das Glück liegt auf der Straße.

    David G. Meyers ist Professor für Psychologe am Hope College in Michigan (USA). Über vierzig Jahre Forschungsarbeit, darunter fünfzehn Jahre mit Fokus auf das Thema Glücksforschung, machen ihnzu einem wahren Experten rund ums Thema Glück und Wohlbefinden. In „Glück: The World Book of Happiness” reduziert Meyers seine Erkenntnisse auf zehn Gebote. Diese zehn Gebote des Glücks wollen wir in diesem Artikel teilen:

    1. Dauerhaftes Glück ist nicht von Erfolgen, Reichtum oder Gesundheit abhängig.
    2. Pflege vor allem intensive Beziehungen.
    3. Suche Dir eine Arbeit und Hobbys, die deine Fähigkeiten fordern.
    4. Übernehme die Kontrolle über deine Zeit.
    5. Handele glücklich. Die Einstellung macht den Unterschied.
    6. Treibe Sport.
    7. Gönne dir Schlaf. Nutze die Zeit zur Regeneration.
    8. Handele gemäß dem Motto: Wer gutes tut, fühlt sich besser.
    9. Nähre Dein geistiges Selbst. Religion macht glücklich.
    10. Führe ein Danktagebuch. Halte positive Aspekte Deines Lebens schriftlich fest. Jeden Tag.

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    „Better Life Index“: Deutschland nur Mittelmaß

    Australien, vor Schweden und Kanada. Deutschland auf dem 17. Platz. Glaubt man dem „Better Life Index“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist es um das „deutsche Glück“ nur durchschnittlich bestellt. Laut der aktuellen Zahlen liegt Deutschland lediglich im Mittelfeld. Australien ist das glücklichste Land der 34 Mitgliedsstaaten. Die „Aussies” dominieren vor allem in den Bereichen „Gesundheit“, „Wohnungswesen“ und „Ziviles Engagement“. Deutschland kann keine der elf Faktoren für sich entscheiden, nur in den Bereichen „Umwelt”, „Sicherheit“ und „Work-Life-Balance“ reicht es zu guten Positionen. Werfen wir einen Blick auf die genauen Zahlen, deren Bedeutung und Kontext.

    Better Life Index: 34 Mitgliedstaaten, 11 Faktoren

    Die OECD startete den Better Life Index im Mai 2011. Er ist die Folge von zehn Jahren Forschungsarbeit und vergleicht die 34 Mitgliedsstaaten in Bezug auf elf Faktoren, die als „essentiell für Zufriedenheit in den Bereichen materielle Lebensbedingungen und Lebensqualität” identifiziert wurden — unter anderem „Einkommen“, „Jobs“, „Bildung“ und „Gesundheit“. Alle Faktoren sowie dessen Hintergründe stehen im Detail auf der (englischsprachigen) Projektwebsite.

    Die Ergebnisse des Better Life Index als Grafik.

    “Better Life Index”: Ganz vorne liegt Australien. (Screenshot: oecdbetterlifeindex.org)

    Werden alle elf Faktoren gleich gewichtet, liegt Australien auf dem ersten Platz. Trotzdem gibt es keinen Sieger der Untersuchung, betont die OECD. Stattdessen wurde „Your Better Life Index” entwickelt. Er lässt den Nutzer entscheiden, welche der elf Faktoren am meisten zu seiner Zufriedenheit beitragen. Über Schieberegler kann jeder Besucher der Website die Gewichtung der Faktoren und damit einhergehend die Positionierung der Staaten beeinflussen. Ist das durchschnittliche Einkommen entscheidend, führt beispielsiweise die Schweiz. Ist Work-Life-Balance besonders wichtig, dominiert Dänemark.

    Deutschland im Better Life Index

    Obwohl Deutschland insgesamt nur mittelmäßige Ergebnisse liefert, reicht es in mehreren Kategorien immerhin zu einer Platzierung unter den Top-10. Das durchschnittliche Einkommen sowie die Arbeitslosenquote sind leicht besser als der Durchschnitt aller OECD-Mitgliedsstaaten. Auch die Bildung erhält hierzulande verhältnismäßig gute Noten. Verbesserungswürdig ist lediglich der hohe Einkommens- und Bildungsunterschied zwischen den am besten und am schlechtesten verdienenden Bevölkerungsgruppen. In Hinblick auf Gesundheit und Umwelt liegt Deutschland etwas über dem Durchschnitt. Weitere Pluspunkte gibt es für die Sicherheit und Work-Life-Balance der Deutschen.

    Modifizierte Version der Ergebnisse des Better Life Index.

    Im “Better Life Index” geht es nach Deutschland bergab. (Screenshot: oecdbetterlifeindex.org)

    Trotz überdurchschnittlicher Werte ist das Gesamtergebnis enttäuschend. Hinter Deutschland liegen vor allem Länder mit großen finanziellen oder gesellschaftlichen Problemen. Der Better Life Index listet hier etwa Spanien, Italien und Griechenland. Auffällig ist auch, wie nah die besten 17 OECD-Mitgliedsstaaten beieinander liegen — dessen Ende Deutschland bildet. Erst ab Platz 18 werden die Unterschiede größer, wie im oben stehenden Schaubild deutlich wird. Warum schafft es Deutschland nur mit Mühe und Not unter diese Vorreitergruppe? Was können wir hierzulande tun, um das allgemeine Glück und Wohlbefinden hinsichtlich aller elf Faktoren zu steigern? Braucht es wirklich ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden? Fragen, auf die wir leider keine Antwort wissen. Ihr etwa?

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  • Das deutsche „Ministerium für Glück und Wohlbefinden“

    Ein Ziel, drei Worte: „Bewusstsein. Reduktion. Zufriedenheit.“ Das Ministerium für Glück und Wohlbefinden, eine Initiative zweier Masterstudenten der Hochschule Mannheim, will den Fokus unserer Gesellschaft zurück auf den Menschen sowie sein Glück und Wohlbefinden lenken. Die zwei Initiatoren, Gina Schöler und Daniel Clarens, gründeten die gemeinnützige Organisation im Rahmen ihrer Masterthesis an der Mannheimer Fakultät für Gestaltung. Als Vorbild dient das kleine Land Bhutan in Südasien, das als einziges Land der Welt tatsächlich über ein Ministerium für Glück verfügt. Im Mittelpunkt der Mannheimer Initiative steht der demokratische Austausch über das Thema Glück, den die beiden Studierenden als Kommunikatoren und Moderatoren starten und begleiten wollen.

    Ministerium für Glück und Wohlbefinden: Das Ziel, die Pläne

    Das Ziel des Ministeriums für Glück und Wohlbefinden ist, den Fokus in Deutschland wieder mehr auf das gesellschaftliche und damit einhergehend persönliche Wohl zu legen. Gina Schöler und Daniel Clarens setzen hierfür auf eine transmediale Kampagne in ganz Deutschland. Sowohl im Netz als auch auf der Straße wollen die beiden aktiv werden, um „Menschen aus ihrem Alltag zu reißen“ und „auf die Kampagne aufmerksam zu machen“.

    Ministerium für Glück und Wohlbefinden: Eine großartige Idee.

    Für die Kampagne ist allerhand Material notwendig: „Farbe, Sprühkreide, Flyer, Plakate, Banner.“ Um das Projekt zu realisieren, setzen die Initiatoren deshalb auf „Crowdfunding“. Über die Plattform Startnext sammeln sie Spenden von Befürwortern und Unterstützern. Das Ziel: 3.333 Euro. Nur wenn es den beiden gelingt, die genannte Summe zu mobilisieren, wird das gespendete Geld ausgezahlt. Gelingt dies nicht, geht es auf direktem Weg zurück an die Spender.

    Ünterstützenswert: Das Ministerium für Glück und Wohlbefinden

    Den beiden Initiatoren bleiben noch 18 Tage, um das Finanzierungsziel zu erreichen. Der aktuelle Stand sieht jedoch vielversprechend aus: Schon jetzt haben über 70 Unterstützer gut 2400 Euro gespendet. Mit unserem Artikel wollen wir deshalb auch Euch zu einer Spende animieren: Nutzt die Chance und unterstützt eine einmalige Initiative. Eine Initiative für Glück und Wohlbefinden.

  • die Projektseite auf Startnext
  • die Website des Ministeriums für Glück und Wohlbefinden
  • die Facebook-Fanpage des Ministeriums für Glück und Wohlbefinden
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  • Rezeptur der Barbecue-Grillsauce „Bilm Spezial“

    So regnerisch wie es war, so heiß ist es jetzt geworden. Wenn die Temperaturen in den Abendstunden langsam fallen, ist sie gekommen: die perfekte Grillzeit. Wenn rechtzeitig für Fleisch, Beilagen und Salat gesorgt wurde, fehlt eigentlich nur noch eins: die perfekte Grillsauce. Und eben da kommen wir ins Spiel. In diesem Artikel teilen wir das Rezept der Barbecue-Grillsauce „Bilm Spezial“ mit allen interessierten Grillmeisterinnen und Grillmeistern. Lasst es euch schmecken!

    Foto vom Grill, perfekt mit Grillsauce.

    Die perfekte Kombination: Grillgut und Grillsauce nach Bilmer Art.

  • 250 Gramm Tomaten
  • 200 Gramm Zucchini
  • 3 Zwiebeln
  • 1 Peperoni
  • 20 Körner Pfeffer (weiß und grün)
  • 1/2 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
  • Ingwer, Cayenne-Pfeffer, Nelken
  • 125 Milliliter Rotweinessig
  • 250 Gramm brauner Zucker
  • Die Zwiebeln schälen und würfeln. Die Tomaten häuten, entkernen und würfeln. Anschließend die Zucchini, Paprika und Peperoni gut abwaschen und ebenfalls würfeln. Das Gemüse andünsten, würzen und dann mit Essig und Zucker 5 Minuten unter Rühren kochen lassen. Je nach gewünschter Konsistenz vorsichtig mit dem Pürierstab sämig machen – je nach Belieben kann das Endprodukt gerne noch kleinstückig sein. Jetzt das Paprikapulver untermengen. Die Grillsauce nach Geschmack und Gefühl würzen, abschließend kräftig umrühren – fertig!

    Dem geschmackvollen Grillvergnügen steht damit nichts mehr im Wege!

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  • Facebook: Ein unglückliches Netzwerk?

    Facebook macht unglücklich, ermittelten mehrere Studien. Doch woran scheint das zu liegen? Warum kommen sowohl deutsche als auch amerikanische Forscher zu der Erkenntnis, dass soziale Netzwerk führe bei seinen Nutzern zu Unzufriedenheit? Der Versuch einer Erklärung.

    Facebook: Ein unglückliches Netzwerk?

    Gleich mehrere Studien widmeten sich in den vergangenen Jahren den Auswirkungen sozialer Netzwerke auf die Zufriedenheit seiner Nutzer. “Facebook mache unglücklich”, lautet das überraschende Ergebnis. Und ebenso überraschend wird weiterhin deutlich, dass die Unzufriedenheit der Nutzer mit steigender Freundeszahl und Aktivität auf Facebook zunimmt. Hat das soziale Netzwerk also asoziale Züge? Wissenschaftler kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

    Macht Facebook unglücklich?

    Im vergangenen Jahr führte eine Studie der Universität Western Illinois die vermeintliche Unzufriedenheit der Facebook-Nutzer auf “Attributionsfehler” zurück. Sie sorgen dafür, dass wir denken was wir sehen. Wir versuchen die Zufriedenheit eines Menschen an seinem Verhalten abzulesen. Gibt er sich auf Facebook immer gut gelaunt, vermuten wir, er sei stets glücklich – und ignorieren die Offensichtlichkeit, dass niemand Bilder der anstrengenden, nachdenklichen und traurigen Momente seines Lebens veröffentlicht.

    Diese Einschätzung wird durch “Heuristiken” noch verstärkt. Die sogenannten Daumenregeln werden angewandt, wenn nicht ausreichend Informationen vorliegen um rationale Entscheidungen zu treffen. Geben sich Freunde auf Facebook stets glücklich, fühlen wir uns vergleichsweise unglücklich. Erneut greift oben stehender Irrtum: Niemand macht sein Unglück öffentlich, erst recht nicht auf Facebook. Die resultierende Unzufriedenheit scheint also völlig unnötig, irreführend und falsch.

    Auch Deutsche Forscher erkennen Zusammenhänge

    Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen in diesem Jahr auch deutsche Forscher. Sie befragten 600 Facebook-Nutzer nach ihren Erfahrungen mit dem sozialen Netzwerk. Und tatsächlich: Rund ein Drittel der Befragten fühlte sich in Folge eines Facebook-Besuchs müde, traurig oder frustriert. Grund scheint erneut der Neid zu sein, der aus den positiven Darstellungen der Facebook-Freunde resultiert. Erneut scheinen Heuristiken eine gewichtige Rolle zu spielen.

    Resultat dieser Wahrnehmung ist den deutschen Forschern zufolge eine gesteigerte Selbstrepräsentation. Wer sich unglücklicher und unzufriedener fühlt als Freunde und Bekannte, neigt also dazu, sich in sozialen Netzwerken besonders glücklich und zufrieden darzustellen. Auf der anderen Seite des Bildschirms führt dies erneut zur gesteigerter Unzufriedenheit. Die Forscher sprechen deshalb von einer sogenannten Neidspirale. Einer Neidspirale, angetrieben durch Party- und Urlaubsfotos.

    Keine Studien ohne Kritik: Facebook und das Unglück seiner Nutzer

    Kritiker der Studien sind derweil unsicher, ob zwischen der Facebook-Nutzung und der Unzufriedenheit eine kausale Verbindung besteht. Nur weil sich zwei Beobachtungen auf ähnliche Weise verändern, könne man schließlich nicht davon ausgehen, dass die gleiche Ursache zugrunde liegt. Hinzu kommt, dass andere soziale Netzwerke ähnliche Reaktionen verursachen dürften. Wenn Facebook unglücklich macht, dürfte dies auch auf Plattformen wie Twitter oder Google+ zutreffen.

    Für uns Endnutzer bleibt deshalb alles beim Alten: Wer sich nach einem Besuch von Facebook unglücklich fühlt, sollte den Konsum zurückfahren – und sich gleichzeitig darüber klarwerden, dass ein Leben nicht nur Höhen prägen. Auch nicht das Leben all unserer Facebook-Freunde.

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    Rezeptur für Melonen-Rucolasalat

    Das Sommerwetter lässt noch immer auf sich warten, doch über die letzten Regentage hilft unser kleiner “Gruß aus der Küche” hinweg. Er ist im Handumdrehen zubereitet und sorgt mit Sicherheit für sommerliche Gefühle – ganz unabhängig vom Wetter. Ideal für Zwischendurch oder als Appetizer vorm Hauptgang.

    Melonen-Rucolasalat

    Melonen-Rucolasalat: Ein sommerlicher Gruß aus der Küche.

  • ¼ Stück Wassermelone
  • 125 ml Asia Chilisauce süß-sauer für Huhn
  • 250 Gramm Rucolasalat
  • Den Rucolasalat kurz vor den Stilen abschneiden und unter fließend kaltem Wasser zügig abspülen. Wichtig: Der Salat darf nicht im Wasser stehen. Nach dem Reinigen und kurz trocken schleudern den Salat klein schneiden und in eine Schale geben. Das Stück Wassermelone von der Schale trennen und in feine Würfel schneiden. Die Würfel mit dem kleingeschnittenen Rucola vermengen und vorsichtig die Chilisauce untermischen. Den fertigen Salat in kleine Schälchen füllen – wir nehmen kleine Einmachgläser – und bis zum Gebrauch kalt stellen. Je kühler der Salat ist, desto besser schmeckt er.

    Guten Appetit!

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    Glücksbringer sind purer Aberglaube, behaupten die Einen. Aber sie helfen doch wirklich, beteuern Andere. Egal auf welcher Seite man steht, die vermeintliche Wirkkraft von Hufeisen und Kleeblättern ist jedem bekannt: Sie sollen dem Besitzer „zu Glück, Wohlstand, Gesundheit und einem langen Leben verhelfen sowie Böses fernhalten“, schreibt etwa die Wikipedia. In der Regel sind ihre vermeintlichen Kräfte schon seit Jahrhunderten bekannt, entstammen abenteuerlichen Sagen oder religiösen Schriften. Während hierzulande vierblättrige Kleeblätter und Hufeisen als Glücksbringer gelten, glaubt man anderswo auf der Welt an völlig andere Symbole. Die interessantesten dieser Glücksbringer wollen wir euch im Folgenden vorstellen.

    3 Glücksbringer und Glückssymbole aus aller Welt

    Maneki Neko: Die Winkekatze ist in Japan ein Glücksbringer.

    Fast jeder Deutsche kennt die „Maneki Neko“ der Japaner, eine kleine Porzellan-Katze mit Winke-Pfote. Sie findet sich in vielen asiatischen Restaurants und hat mittlerweile auch in der westlichen Welt einen gewissen Kultstatus erlangt. Je nachdem mit welcher Pfoto die Maneki Neko winkt, bewirkt sie Glück oder Wohlstand. Die linke Pfote steht für Glück, die rechte Pfote für Wohlstand. Wofür würde ihr euch wohl entscheiden?

    Im islamischen Raum ist „Fatimas Hand“ ein beliebtes Glückssymbol. Sie findet vor allem in Schmuckanhängern Verwendung und gilt als Abwehrmaßnahme gegen Dschinn, bösartige Fabelwesen der arabischen Mythologie. Der Name Fatima geht auf die jüngste Tochter des Propheten Mohammed zurück, die im Islam eine ähnliche Rolle einnimmt wie die Maria im Christentum. Als Glücksbringer wird Fatimas Hand in völlig unterschiedlichen Formen und Farben gefertigt, oftmals in Kombination mit anderen bedeutungsvollen Symbolen.

    Die „Lucky Feet“ der Inder zieren viele Türschwellen, insbesondere im nördlichen Teil des Landes. Dort sollen sie Besucher willkommen heißen und Glück, Reichtum und Harmonie bringen. Der Glaube an die Lucky Feet ist eng mit der hinduistischen Göttin Lakshmi verbunden, die im Hinduismus für eben diese Eigenschaften steht. Sie gilt als besonders gütig und gnädig, als Vermittlerin zwischen Göttern und Menschen. Ihr Fußabdruck auf der Türschwelle eines Hauses verkörpert deshalb symbolisch alle mit ihr verbundenen Eigenschaften.

    Machen Glücksbringer und Glückssymbole glücklich?

    Ob Hufeisen oder Kleeblatt, Maneki Neko oder Fatimas Hand: Wer an die Kraft der Glücksbringer glaubt, ist nicht von ihnen abzubringen. Ein klarer Zusammenhang zwischen Glücks und Symbol lässt sich nicht nachweisen, doch das scheint völlig egal – auch in diesem Fall zählt wie so oft der Glaube an dessen Kraft. Er allein reicht aus, um weltweit völlig unterschiedliche Symbole zu etablieren. Und seien wir mal ehrlich: Wer hatte noch nie das Gefühl, dass irgendeine Kleinigkeit zu Glück und Zufriedenheit verhilft?

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    Hedonometer: Eine Echtzeit-Analyse des Glücks

    Das Hedonometer ist eine Echtzeit-Analyse der weltweiten Zufriedenheit. Auf einer Skala von eins bis zehn misst es tagtäglich die Glückswerte unserer Welt. Als Datenbasis dienen dem Webdienst der Universität von Vermont rund 50 Millionen Twitter-Nachrichten pro Tag, vornehmlich aus dem englischsprachigen Raum. Ein Algorithmus analysiert jede einzelne Nachricht, bewertet die darin enthaltenen Wörter auf Basis vorheriger Untersuchungen und ermittelt die durchschnittliche Zufriedenheit der twitternden Weltbevölkerung. Vor allem im Zuge der Berichterstattung über das Bombenattentat in Boston erwähnten Medien das Hedonometer. Es registrierte an diesem Tag, dem 15. April 2013, das größte Unglück der Weltbevölkerung seit fast vier Jahren.

    Wie funktioniert das Hedonometer?

    Den üblichen Glücksstudien hat das Hedonometer etwas voraus, denn im Gegenteil zur gängigen Forschung ist der Webdienst aus Vermont tagtäglich aktiv. Die Ergebnisse eines Tages stehen der gesamten Weltbevölkerung am Folgetag zur Verfügung, jeder kann das auf und ab einsehen. Doch die Methodik hat auch ihre Schwächen. Das Entwicklerteam des Hedonometer erfasste zu Beginn der Untersuchung insgesamt 5.000 Wörter der englischen Sprache. Jedes einzelne Wort wurde anschließend auf einer Glücks-Skala von eins bis zehn bewertet, wobei etwa „happiness“ (Glück) im Durchschnitt 8,44 Punkte erzielte. Jedes Wort jeder einzelnen Twitter-Nachricht wird auf Basis dieser Bewertung gemessen, sodass am Ende des Tages ein durchschnittlicher Glückswert ermittelt werden kann.

    Alle Daten des Hedonometer in der Übersicht.

    Die glücklichsten Tage sind alljährlich Weihnachten, Ostern, Valentinstag und Sylvester. Wer darüber nachdenkt, erkennt schnell woran das liegt: Unzählige Twitter-Nachrichten wünschen an diesen Tagen „Merry Christmas“ (Frohe Weihnachten), „Happy Valentines“ (Froher Valentinstag) oder „Happy New Year“ (Frohes Neues Jahr). Das Hedonometer vergibt für jedes „Happy“ 8,3 Punkte, für jedes „Christmas“ 8,0 Punkte und für jedes „Valentines“ 7,3 Punkte. Auch Begriffe wie „Love“ (8,42 Punkte) und „Merry“ (7,56 Punkte) treiben den Durchschnittswert gen Himmel. Hinzukommt: Es handelt sich fast durchweg um Feiertage, völlig frei von Begriffen wie „Work“ (5,42 Punkte) oder „Office“ (5,12 Punkte).

    Was bringt die Zukunft?

    Das Team aus Vermont widmet sich den Problemstellen des Hedonometer bereits, berichtet LiveScience.com. Man plane das System um weitere Sprachen zu ergänzen, wolle neben Wörter auch Wortfolgen bewerten und andere soziale Netzwerke einbeziehen. Ob dies der Glücksforschung Erkenntnisse beschert, bleibt allerdings abzuwarten. Uns Hobby-Wissenschaftlern außerhalb großer Forschungseinrichtungen und Universitäten bietet das Hedonometer trotzdem schon jetzt interessante Einblicke, Tag für Tag in Echtzeit.

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    Mit dem Alter baut der Körper ab, der Geist aber wird wach. „Mit fünfzig kann ein Schriftsteller Dinge schreiben, die er als Zwanzigjähriger niemals hätte schreiben können“, erklärt George E. Vaillant im Interview mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin. Der US-Amerikaner ist Harvard-Professor und Kopf einer der faszinierendsten Glücksstudien unserer Zeit: die sogenannte Grant-Studie. Sie begleitete 268 Harvard-Absolventen der Jahrgänge 1939 bis 1945 ihr gesamtes Leben lang – nunmehr seit über 70 Jahren. Regelmäßige Gespräche, Untersuchungen und Fragebögen dienten seitdem der Beantwortung einer Frage: Wie gelingt das Leben?

    Harvard University: Der Forschungsmittelpunkt der Grant-Studie. (Fotoquelle: Paul Lowry via photopin cc)

    Grant-Studie: Das Glück ist wie ein Ferienhaus mit sauberer Wäsche, Kindern und Enkeln

    „Inzwischen habe ich fast väterliche Gefühle für manche von ihnen entwickelt“, sagte Vaillant einst im Gespräch mit Spiegel Online. Und tatsächlich: Studienleiter Vaillant scheint vom Projekt ergriffen. Als er das erste Mal die Akten der Studie sah, dessen Verantwortung er im Jahr 1967 übernahm, „war das ein Gefühl, als hätte man mir den Schlüssel zu Fort Knox überreicht“, erklärt er der Süddeutschen. Auf die Ergebnisse seiner Untersuchungen angesprochen, wird Vaillant sogar poetisch. Glück sei „in sein Ferienhaus zu kommen und die Wäche sauber und ordentlich gefaltet vorzufinden. Und dabei von vier liebenden Kindern und sechs liebenden Enkeln umgeben zu sein.“. Eine interessante Art und Weise, den vagen Begriff des Glücks zu deuten – ähnlich vieler Formulierungen unserer Glücksprichwörter.

    Erkenntnisse der Grant-Studie: Wichtig ist langfristige Glückseligkeit

    Glück jedenfalls, so ergänzt Vaillant im Folgenden, sei nicht von einem schönen Ferienhaus oder einem großen Vermögen abhängig. Ganz im Gegenteil: Die glücklichsten Menschen seiner Studie waren „zwei gut ausgebildete Männer, die gelernt hatten, ihr Wissen als Lehrer erfolgreich weiterzuvermitteln“. Sie hatten funktionierende Ehen und glückliche Familien – über sechzig Jahre lang. Diese Langfristigkeit mache wahres Glück aus, erklärt Vaillant. Kurzes Glück habe hingegen Ähnlichkeit mit Lust und berge die Gefahr der Abhängigkeit. „Wie bereiten wir uns am besten auf das Alter vor?“, fragt schließlich Autor Michael Saur. Körperliche Aktivität der Probanden wirkte sich positiv auf dessen mentale Gesundheit aus, so Vaillant. Eine weitere Erkenntnis, die uns bereits bekannt ist: „Sport macht glücklich“, titelte einer unserer Artikel vor wenigen Wochen.

    Das gesamte Interview ist auf Süddeutsche.de einsehbar, wie uns Glücksforschung.org wissen ließ. Und die Lektüre lohnt sich. Vielen Dank!

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