Was ist Glück?

Eine Frage die ebenso abstrus wie wichtig ist, wollen wir in diesem Artikel beantworten: Was ist Glück? In einer Übersicht behandeln wir das Thema aus verschiedenen Perspektiven und erklären, was sowohl wir als auch andere darunter verstehen.

Was ist Glück?

Im deutschen Sprachraum hat das Wort „Glück” zwei Bedeutungen. Zum einen das Zufallsglück des Lottogewinners und zum anderen das Wohlfühlglück eines rundum zufriedenen Menschen. Mit anderen Worten: Wir unterscheiden zwischen „Glück haben” und „Glück empfinden”. In unserem Blog behandeln wir fast ausschließlich den zweiten Fall, also das Wohlfühlglück. Ein oftmals subjektiver Zustand des Wohlbefindens. In vielen anderen Sprachen gibt es für beide Bedeutungen des Wortes „Glück” verschiedene Begriffe. Im Englischen ist beispielsweise von „Luck” (Zufallsglück) und „Happiness” (Wohlfühlglück) die Rede.

Symbolbild: Ein gepresstes Kleeblatt.

Was ist Glück?

Der oben skizzierte Begriff des „Wohlfühlglücks” lässt sich weiter aufschlüsseln: Da wäre zum einen das kurzweilige Glück, etwa bei gutem Essen, Sex oder Erfolg und zum anderen das langwierige Glück, das eine allgemeine und länger anhaltende Zufriedenheit beschreibt. Erstgenanntes Glück lässt sich einfacher erarbeiten, ist aber deutlich schneller wieder vergangen. Das oft zitierte „Streben nach Glück” betrifft hingegen das letztgenannte, langwierige Glück. Ein Zustand von Dauer, dem gemäß verschiedener Philosophen alle Menschen nachstreben.

Glück in Psychologie, Philosophie und Volkswirtschaft

In der Psychologie dominierte seit jeher die Erforschung des Unglücks. Im Mittelpunkt standen Begriffe wie „Depressivität”, „Angst” und „Ärger”. Erst innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich dieses Bild durch die Einführung der „Positiven Psychologie” geändert. Sie behandelt neben Glück unter anderem auch Optimismus, Geborgenheit und Vertrauen.

In der Philosophie besetzt das Thema Glück seit Jahrhunderten eine zentrale Stellung. Die Definition des Glücksbegriffs unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen philosophischen Strömungen. Aristoteles interpretierte Glück als Tugend und Tüchtigkeit. Laut Martin Luther ist Glück die Gnade Gottes. David Hume schreibt: „Glück ist, was allen nützt.”

In der Volkswirtschaft ist „Glück” nur ein Nebenschauplatz. Einzelne Wissenschaftler widmeten sich dem Thema allerdings in aller Ausführlichkeit. Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten, verfasste beispielsweise das Buch „Die Tretmühlen des Glücks”. Darin untersucht er, warum wir trotz eines steigenden Wirtschaftswachstum nicht glücklicher werden.

Eurer Feedback: Was ist Glück?

Unabhängig von wissenschaftlichen Untersuchen ist Glück ein stark subjektives Gefühl der Zufriedenheit. In gewissem Rahmen muss deshalb jeder selbst entscheiden, was sein persönliches Glück bestimmt. Habt ihr euch schon entschieden? Was macht euch glücklich? Wir freuen uns auf eure Antworten in den Kommentaren.

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  • Quelle des Fotos: glasseyes view on a visit to the Elks-now offline via photopin cc

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